Gedanken zu 2007

20. Januar 2007

Am 20.1.1857

Abgelegt unter: von Menschen — Lilo @ 22:41

Warum haben Eduard Crüsemann und Hermann Henrich Meyer den norddeutschen Lloyd gegründet?

Ich suche vergeblich nach dem süddeutschen Lloyd.

Hapag Lloyd - das ist was modernes ……

Es bleibt ein großes Fragezeichen

zu norddeutsch

seit 150 Jahren.

18. Januar 2007

Vor 77 Jahren

Abgelegt unter: Kunst — Lilo @ 04:04

Was würden Sie tun, wenn Sie als Barbier beim Frühstück in Ihrem Brot eine Nase finden würden, die Ihrem Kollegen gehört, den Sie zweimal in der Woche rasieren?
Würden Sie die Nase voller Angst packen und in den nächstgelegenen größeren Fluss werfen?

Wie könnte es weitergehen?

Jener Kollege entdeckt, dass ihm seine Nase fehlt.
Er will dies der Polizei melden.
Doch auf dem Weg dorthin trifft er seine Nase in der Uniform eines Staatsrates.

Versetzen Sie sich in seine Lage!

Sind Sie fassungslos?
Niemand glaubt Ihnen?
Weder die Polizei noch die Medien?
Kehren Sie ratlos nach Hause zurück, wenn Ihnen gesagt wird, die Nase sei festgenommen, weil sie einen gefälschten Pass besitze?
Was werden Sie tun, wenn Ihnen ein Polizist ihre in Papier gewickelte Nase bringt und kein Arzt der Welt die Nase davon überzeugen kann, an ihrer alten Stelle zu haften?

So geschehen:
Zunächst in Gogols Satire
und dann in der Uraufführung von
Dmitri Schostakowitschs erster Oper am 18.1.1930.

17. Januar 2007

Die 17 - ein Traum

Abgelegt unter: chronologie — Lilo @ 13:14

Wie am einfachsten von der 4 zur 17 gelangen?

17 und 4 spielen?
Tarotkarten legen?
Zahlenmysterien durchforschen?
Oder
Autofahren?

Vielleicht einfach:

Das heutige Datum lässt sich mit vier Ziffern schreiben: 17.1.7
Perfekt würde dazu ein Termin um 17:17 Uhr passen.

16. Januar 2007

Back/in/memoriam

Abgelegt unter: von Menschen — Lilo @ 19:22

Dr. Oetker begleitete meine Kindheit und Jugend.
Es gab nicht Backpulver:
Es gab Backin.

Ob nun Justus von Liebig,
sein Schüler Eben Norton Horsford,
der projektbeteiligte Ludwig Clamor Marquart
oder August Oetker
die entscheidenden Schritte zum modernen Backpulver taten,
weiß - wenn überhaupt - ganz allein der Wind.

Vielleicht waren alle ein wenig Mittel zum Treiben,
um im Vortrieb oder im Nachtrieb
die Gasbläschen der Erkenntnis
den Weg in die Welt finden zu lassen.

Zur Familie Oetker gehören bei dieser Betrachtung:
Das Backpulver, das am 21. September 1903 zum Patent angemeldet wurde.
Die Entscheidung, nicht die Bäcker sondern die Hausfrauen als Kunden zu gewinnen.

Ich bin mit Dr. Oetker groß geworden.
Doch ich gestehe:
Heute lebe ich nicht nur mit Dr. Oetker.

15. Januar 2007

…stadt oder nicht

Abgelegt unter: von Strukturen — Lilo @ 20:09

Der Name lautet Riedstadt.
Die Gründung 1977.
Fünf Orte brauchte es dafür.

Nach ABC geordnet:
Crumstadt
Erfelden
Goddelau
Leeheim
Wolfskehlen

Doch
Riedstadt
Im letzten Jahr
Wer hätte je es
Stadt
genannt?

Magistrat?
Das gab es nicht.
Nur halt
Gemeindevorstand.

Und nun
wird angepasst,
damit das Maß auch stimmt,
mit dem
derdie
WER
nun misst.

Exorbitant
Bedeutungsvoll
Wie sich nun scheidet
Alt von
Jetzt:

Nicht mehr vertretet,
Nein,
Versammeln steht jetzt an
Wofür?
Wozu?
Sagt’s an:

Gemeinde vertret’
Wird
Stadt versamml’

>Das –ung


Das bleibt.

Wie lang?

Die Maske

Abgelegt unter: Von Natur — Lilo @ 05:46

Das Haus bedeckt durchbohrt
kommt sie einher
gedrückt kugelig
und doch so zart zerbrechlich
durchscheinend glanzlos
in hornigem Braun
so ganz und gar mit feinen Höckerchen versehen
und dadurch mit aufs Feinste chagriniert,
dazu mit kurzen, geraden,
locker stehend steifen Härchen ausgestattet.
Die fünf konvexen Umgäng -
ganz allmächlich sich gestaltend –
durch eine stark vertiefte Naht verbunden
erheben sich nur wenig
zu dem abgerundet, ganz so stumpf Gewinde.
Wenn auch die Mündung eckig-dreibuchtig verengert,
so ist der Mundsaum breit zurückgeschlagen,
scharf, außen tief gekerbt
und am Spindelrande
auf’n Nabel zurückgelegt
(der dadurch permanent dem Drecke ausgesetzt),
am äuß`ren Rande etwas ausgehöhlt,
mit einer stark gepressten,
braungelblich Lippe ist belegt,
wo jedes dieser Rändlein,
die fast in einem rechten Winkel aneinander stossen,
ein kleines weißes Zähnchen trägt.
Auf der Mündungswand steht quer
von einer Seit’ ganz bis zur andern
ein glänzendweiß, erhabene Lamelle,
wodurch die Öffnung sehr verengert wird,
und die Dreibuchtigkeit sich nun erklärt.
Das Tier selbst –
ein schlichtes Grau,
mit schwarzem Rücken,
der gleich wie Kopf und Fühler,
allein die Sohle wie das Tier.
Verschließt sich winters mit
´nem Deckel fast wie Pergament,
den es an den Zähnen seiner Mündung
aufzuspannen weiß.

(frei nach Emil Adolf Rossmässler)

15.1.

Abgelegt unter: chronologie — Lilo @ 04:49

Was war zuerst Zahl oder Wort?
Ist die Magie der Zahl 15 natürlich oder vom Mensch gemacht?

15 ist die Summe der ersten fünf Zahlen:
15 = 1 + 2 + 3 + 4 + 5

15 Punkte können so angeordnet werden, dass sie ein Dreieck ergeben, also ist 15 eine Dreieckszahl:

o
oo
ooo
oooo
ooooo

Noch mehr Magie?
Magie der Quadrate, Magie der in einem Quadrat angeordneten Zahlen.
In solch einem Quadrat ist die Summer der Zahlen jeder Spalte und jeder Reihe und der beiden Diagonalen gleich der “Geheimzahl”.
15 ist die “Geheimzahl” der magischen Quadrate aus 3×3-Feldern und den Ziffern 1 bis 9.

Zum Beispiel:
6 – 1 – 8
7 – 5 – 3
2 – 9 – 4

10. Januar 2007

Die Schwänze bleiben dran

Abgelegt unter: chronologie — Lilo @ 11:57

12 Startpunkte zu Europas Einheit

Vor 55 Jahren: Montan-Union
Vor 50 Jahren: Römische Verträge
Vor 45 Jahren: Gemeinsame Agrarpolitik
Vor 40 Jahren: Fusion EGKS, EWG, Euratom
Vor 35 Jahren: Wechselkurs mit Währungsschlange
Vor 30 Jahren: Konstituierung Rechnungshof
Vor 25 Jahren: Seveso-Richtlinie
Vor 20 Jahren: Kupierverbot für Heimtiere
Vor 15 Jahren: Schutz der Pfeifengraswiesen
Vor 10 Jahren: Regeln der digitalen Unterschrift
Vor 5 Jahren: Zahlungsmittel Euro
Vor 0 Jahren: Amtssprache Ghàidhlig

9. Januar 2007

Alle großen Filme sind mißglückte Filme (Francois Truffaut)

Abgelegt unter: Kunst — Lilo @ 21:52

Heute ereignet sich in der Essener Lichtburg die Premiere von “Mein Führer” mit Helge Schneider.

Morgen lässt sich an eine andere Premiere erinnern.
Der Führer liebte diesen Film und versuchte den Regisseur für sich zu gewinnen,
was ihm nicht gelang.

Vor 80 Jahren fuhr Metropolis die Ufa in die roten Zahlen.
Mit der Uraufführung am 10.1.1927 begann das Disaster.

Wegen der Form, nicht wegen des Inhalts,
ging der Film dennoch als wegweisend in die Geschichte ein:

Filmplakat

Letzte Ölung:

162 oder 135

Abgelegt unter: Von Natur — Lilo @ 17:08

„Das Hazweioowasser kommt aus den Wolken und macht die Erde nass. Unterwegs treffen die Tropfen auf Ceeozweis, mit denen einige sich zu Hazweiceodreis verbinden. Manche bevorzugen dabei eher die getrennt lebende Form, bei der sich Haplusprotonen befreien können. Letztere verursachen dann schwache, saure Pehaawerte.“

„Warum erzählst Du mir das?“

„Weil Du vor dieser Waldkiefer stehst, die von viel zuviel viel säueren Tropfen niedergeschlagen wurde.“

„Warum dieses?“

„Neben den Ceeozweis können die Tropfen auf ihrem Weg nach untern auch viele Essozweis und Ennoixe treffen. Wenn sie mit denen eine Allianz eingehen, führt das mit den Essozweis zu schwefligen, mit den Ennoixen zu stickstoffigen Säuren.“

„Das klingt ja grässlich!“

„Das klingt nicht nur so. Krankheiten und Zerstörungen folgen.“

„Seit wann wissen die Menschen das?“

„Entweder seit 162 oder seit 135 Jahren.“

„Hmmm?“

„Der französische Apotheker M. Ducros schrieb 1845 über pluie acide, der englische Wissenschafter Robert Angus Smith veröffentliche 1872 ein Buch über Luft und Regen.“

„Wer ist denn an den vielen Essozweis und Ennoixen Schuld?“

„Der Rauch beim Verbrennen von Pflanzen und Tieren, die vor Jahrmillionen abgestorben sind und danach in mehr oder weniger reine Cees oder Cehaas verwandelt wurden.“

„Wer macht denn so was?“

„Was? Das Verbrennen oder das Verwandeln?“

„Beides.“

„Das Verwandeln machten winzig kleine Tierchen.
Das Verbrennen erledigen die Menschen.“

„Warum?“

„Das Verwandeln oder das Verbrennen?“

„Nun die kleinen Tierchen lebten wahrscheinlich davon.Warum verbrennen die Menschen diese vor Jahrmillionen verstorbenen toten Pflanzen und Tiere? Ist das ein besonderer religiöser Brauch, damit vielleicht besonders viele Essozweis und Ennoixe mit dem Rauch in die Luft gelangen?“

„Bestimmt nicht. Manche waschen sogar den Rauch vorher!“

„Wie: Menschen waschen Rauch?“

„Ja, damit die Essozweis und die Ennoixe nicht in die Luft gehen!“

„Warum verbrennen sie dann erst die toten Pflanzen und Tiere, wenn sie das, was von denen übrig bleibt, wieder herauswaschen?“

„Das Herauswaschen scheint gut für ihr Gewissen zu sein - von wegen den Krankheiten und Zerstöungen durch die Essozweis und die Ennoixe.“

„Aber warum verbrennen nun die Menschen so viele verstorbene Pflanzen und Tiere?“

„Keine Ahnung.
Oder würdest Du etwas verbrennen, um Dich im Kreis zu drehen?“

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